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Kosten eines Studiums gelten nicht als vorweggenommene Betriebsausgaben

Studienkosten: Symbolisches Bild

Über die Frage, ob die Kosten eines Studiums, das eine Erstausbildung darstellt, steuerlich absetzbar sein sollten, hat am 5. November 2013 der Bundesfinanzhof entschieden. Laut der Pressemitteilung Nr.1/ 2014 vom 8. Januar 2014 gibt der Bundesfinanzhof an, dass ein Student nicht die Kosten durch sein Studium steuerlich absetzen kann. Es begründete die Entscheidung damit, dass die Kosten eines Steuerpflichtigen für sein Erststudium keine (vorweggenommenen) Betriebsausgaben aus Einkünften aus selbstständiger Arbeit darstellen. Bei diesem Studium handle es sich um eine Erstausbildung ohne Dienstverhältnis.

Geklagt hatte ein Jurastudent, der ab dem Jahr 2003 an zwei verschiedenen Universitäten sein Jurastudium als Erststudium bestritt. An den jeweiligen Orten wohnte er alleine in einer 25qm großen Wohnung. Er wollte seine Ausbildungskosten steuerlich absetzen, da er diese als vorweggenommene Betriebsausgaben betrachtete.

Vorweggenommene Betriebsausgaben: Klage zur Anerkennung blieb erfolglos

Bei seiner Einkommenssteuererklärung und den Erklärungen zur Feststellung der verbleibenden Verlustvorträge für die Jahre 2004 und 2005 machte der klagende Student Aufwendungen von rund 5.400 Euro für das Jahr 2004 und rund 3.800 Euro für das Jahr 2005 als Betriebsausgaben bei Einkünften aus selbstständiger Arbeit geltend. Diese Beträge enthielten vor allem Miet- und Stromkosten für seine Wohnung am jeweiligen Studienort. Da das zuständige Finanzamt die negativen Einkünfte aus selbstständiger Arbeit nicht anerkannte, klagte der Jurastudent.

Nachdem die Klage an das Finanzgericht übertragen wurde, wies das zuständige Finanzgericht die Klage des Jurastudenten zurück, seine Studienkosten als vorweggenommene Betriebsausgaben abzuziehen. Gegen das am 18. April 2012 veröffentlichte Urteil legte der Kläger Revision ein. Da sein Jurastudium direkt mit seiner späteren Arbeit als Rechtsanwalt stehe, verstoße die Zurückweisung seiner Forderung gegen das Nettoprinzip. Der Kläger forderte, das Urteil des Finanzgerichts aufzuheben. Das Finanzamt hingegen beantragte die Zurückweisung der Revision.

Am 5. November 2013 urteilte der Bundesfinanzhof, dass die Kosten für ein Studium, das eine Erstausbildung vermittelt und ohne Dienstverhältnis stattfindet, nicht als vorweggenommene Betriebsausgaben steuerlich absetzbar sind.

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