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Umsatzsteuer in der EU - Änderung ab 2015: Die Konsequenzen für Shopbetreiber

Mini-One-Shop‘ als Reaktion auf Änderung im Umsatzsteuersatz-Gesetz für E-Commerce Unternehmen

Durch die neuen Besteuerungskriterien für digitale Dienstleistungen und Produkte im E-Commerce ergeben sich neue Preisstrukturen, die von Shopbetreibern bei ihren Kalkulationen beachtet werden müssen. Die neuen Regelungen im Umsatzsteuersatz bedeuten für die E-Commerce Unternehmen große interne und administrative Herausforderungen. Die Integration von neuen Softwaretechnologien für die Finanzbuchhaltung, sowie kompetente Beratung in Sachen Steuerrecht sind für bestehende E-Commerce Unternehmen nun wichtig. Eine genaue Analyse der Umsatzsteuer-Regelungen in den einzelnen EU-Ländern und die Anpassung der Strukturen an landestypische Gesetzesmodalitäten sind vorab für Unternehmen unumgänglich.

Der BDW spricht von einem neuen Zusammenspiel von E-Commerce Unternehmen und den Finanzbehörden in den einzelnen Ländern, da die Abgabe von Umsatzsteuererklärungen und Sonderregelungen in der Besteuerung landestypisch geregelt sind. Zusätzlich kommt erschwerend hinzu, dass besonders auf digitale Dienstleistungen und Produkte, wie beispielsweise auf E-Books, unterschiedliche und ermäßigte Steuersätze gelten. Der BDW warnt deshalb vor dem nicht unerheblichen administrativen Mehraufwand, sowie den zusätzlichen Kosten für diese Unternehmen.

Mini-One-Stop-Shop-Verfahren soll Besteuerung erleichtern

Um zu verhindern, dass sich E-Commerce Unternehmen und Händler in jedem EU-Land einzeln zur Umsatzsteuer anmelden müssen, wird das ‚Mini-One-Stop-Shop‘-Verfahren eingeführt. Das ‚Mini-One-Stop-Shop‘-Prinzip, das in Deutschland KEA („Kleine einzige Anmeldestelle“) heißt, bezweckt eine zentrale Anlaufstelle zur Erleichterung der Besteuerung.

Die KEA ist dem Bundeszentralamt für Steuern angegliedert. Unternehmen, die digitale Dienstleistungen an in der EU ansässige Privatpersonen erbringen, registrieren sich beim KEA, danach  wird die Umsatzsteuer für das Unternehmen im Empfängerland abgeführt.

Betroffene Onlineshops und Unternehmen melden also ihre Umsätze im Privatkundengeschäft im EU-Ausland an die KEA um die Umsatzsteuer abzuführen. Die Mitteilungen müssen quartalsweise eingehen. Die genaue Form, in der E-Commerce Unternehmen ihre Umsätze melden müssen, werde nach Aussagen des Bundeszentralamts für Steuern voraussichtlich im September veröffentlicht.

Ab dem 1. Oktober 2014 können sich Unternehmen für das neue Verfahren registrieren lassen.

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