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EU-weite Umsatzsteuer-Änderung 2015: Neue Umsatzsteuerregeln für digitale Dienstleistungen und Produkte

Ab Januar 2015 gelten neue Richtlinien für den Umsatzsteuersatz von E-Commerce Produkten. Der Bundesrat hat Mitte Juli 2013 der Neuregelung der Mehrwertsteuer auf digitale Dienstleistungen und Produkte zugestimmt.

Mussten E-Commerce Unternehmen bisher die Umsatzsteuer in dem Staat entrichten, in dem das Unternehmen ansässig ist, muss zukünftig die Umsatzsteuer in dem Land abgeführt werden, in dem der Kunde ansässig ist. Wenn ein Kunde beispielsweise in Deutschland wohnt, ist der Umsatz in Deutschland zu versteuern.

Mit dieser Neuregelung im Umsatzsteuergesetz wird eine europäische Vorgabe umgesetzt. Diese Neuregelung ist im Gesetz zur Anpassung des Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften enthalten.

Für welche Dienstleistungen und Produkte gelten die Änderungen im Umsatzsteuergesetz?

Die neuen Umsatzsteuer-Regelungen gelten für E-Commerce Unternehmen, die Rundfunk-, Telekommunikations-, und Fernsehdienstleistungen, sowie digitale Dienstleistungen an in der EU ansässige Privatpersonen verkaufen. Zu den so zu versteuernden Produkten gehören auch virtuelle Produkte wie E-Books, Apps, Musik, Filme und digitale Spiele.

Des Weiteren gehören hierzu auch elektronische Dienstleistungen wie Webhosting, Bereitstellung von Bildern, Texten und Datenbanken, Online-Versteigerungen, Fernwartung und Software-Dienstleistungen.

Nicht betroffen von der Neuregelung im Umsatzsteuersatz sind physische Artikel, die klassisch zugestellt werden sowie Lieferungen an nicht private Kunden.

Gerechtigkeit in Sachen Umsatzsteuersatz im E-Commerce

Ziel der Gesetzesneuregelung ist es mehr Steuergerechtigkeit im E-Commerce zu schaffen. Haben bislang eine Vielzahl von Großunternehmen, wie beispielsweise Amazon und Apple, ihre Geschäfte in europäischen Ländern mit extrem niedrigen Mehrwertsteuersätzen wie Luxemburg betrieben, und so die Steuerlast auf die verkauften Produkte gesenkt, müssen auch diese Unternehmen ihre Umsätze nun dort versteuern, wo die Kunden ansässig sind. Dies soll den Handeln mit digitalen Dienstleistungen auch für kleinere E-Commerce Händler ansprechender machen und so für einen ausgeglicheneren Markt sorgen.

Lesen Sie in Teil 2: Umsatzsteuer Änderung: Die Konsequenzen für Shopbetreiber

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