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Kinder und steuerliche Förderung – Das können Eltern einfordern

Was kostet die Welt? Recht viel, wenn man Kinder hat. 584 Euro pro Monat setzt das Statistische Bundesamt durchschnittlich pro Monat für die Versorgung von Kindern an. Dabei sind das nur die sogenannten „Konsumausgaben“ für Wohnen und Ernährung, extra Ausgaben sind hierbei noch gar nicht einberechnet. Nur die Basiskosten alleine summieren sich bis zur Volljährigkeit des Kindes auf mehr als 126.000 Euro. Studium, Ausbildung oder ähnliches sind hierbei noch gar nicht eingerechnet. Um den Weg von Eltern und Kind etwas leichter zu gestalten, hat der Staat einige Erleichterungen vorgesehen, die zur finanziellen Entlastung von Eltern beitragen soll.

Kindergeld und Kinderfreibeträge

Mit dem Kindergeld und den Kinderfreibeträgen soll das von der Verfassung vorgesehene absolut notwendige Existenzminimum des Kindes gewährleistet werden.

Das Kindergeld wird deswegen auch unabhängig vom Einkommen gezahlt: 184 Euro pro Monat für das erste und zweite Kind, 190 Euro für das dritte Kind und 215 Euro für jedes weitere Kind. Diese Beiträge wurden vom Bundesrat im Juli 2015 rückwirkend per 1. Januar 2015 um 4 Euro erhöht.

Der Freibetrag für das sächliche Existenzminimum eines Kindes beträgt seit dem 1. Januar 2015 4.512 Euro pro Jahr. Dazu kommt ein Freibetrag von 2.640 Euro für die Betreuung, Erziehung und Ausbildung des Kindes.

Altersgrenzen für das Kindergeld und Kinderfreibeträge

Generell werden Kinder für das Kindergeld und Kinderfreibeträge bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres berücksichtigt.

Hat ein Kind das 18. Lebensjahr vollendet, werden die Leistungen nur unter bestimmten Voraussetzungen gewährt. Kinder, die arbeitssuchend gemeldet sind, können zum Beispiel bis zum 21. Lebensjahr Leistungen empfangen. Befindet sich ein Kind in der Ausbildung, kann es bis zum 25. Lebensjahr Berücksichtigung finden.

Kindergeld auch nach Heirat

Mit einem Urteil des Bundesfinanzhofes aus dem Jahre 2013 wurde der Anspruch auf Kindergeld für volljährige Kinder erweitert. Früher hatten verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft lebende Kinder keinen Anspruch auf Kinder mehr, nun wurde beschlossen, dass der Anspruch auf Kindergeld nach der Heirat nicht entfällt, solange die anderen Bedingungen für den Anspruch bestehen.

Kinderzuschlag als Ergänzung zum Kindergeld

Als Ergänzung zum Kindergeld kann Eltern, deren Einkommen für die Deckung des eigenen Lebensunteralts reicht, aber nicht für Versorgung der Kinder, ein Kinderzuschlag gewährt werden. Der Kinderzuschlag wird für unverheiratete Kinder unter 25 Jahren gewährt und beträgt maximal 140 Euro.

Kinderbetreuung: Betreuungskosten absetzen

Betreuungskosten können als Sonderausgaben abgesetzt werden. Nicht nur können Ausgaben für den Kindergarten oder die Tagesmutter abgesetzt werden, auch, wenn Verwandte, die nicht im Haushalt leben, die Betreuung übernehmen, kann sich das Finanzamt unter Umständen an den Kosten beteiligen. Je Kind können maximal 4.000 Euro geltend gemacht werden.

Quelle: http://www.steuerberaterkammer-muenchen.de/pressedetails/items/steuerliche-foerderung-fuer-familien-mit-kindern-womit-koennen-eltern-rechnen.html

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