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Mindestlohn – worauf es zu achten gilt

Mit der Einführung des Mindestlohns zu Beginn des Jahres kommen wesentliche Änderungen auf den gewerblichen Bereich zu. Betroffen von dem „Gesetz zur Regelung eines Mindestlohns“ (MiLoG) sind deutschlandweit über 7 Millionen Minijobber. Konkret bedeutet das, dass alle Arbeitnehmer, ob Minijobber oder nicht, einen Anspruch auf ein Arbeitsentgelt von mindestens 8,50 Euro die Stunde haben.

Wer  gilt als Minijobber?  Für wen gilt der Mindestlohn?

Ein Minijob, das heißt spezifischer eine geringfügige Beschäftigung, ergibt sich einerseits aus dem niedrigen Arbeitsentgelt oder andererseits aus der kurzen Dauer der Beschäftigung. Im Fall des niedrigen Arbeitsentgelts darf das monatliche Gehalt nicht 450 Euro überschreiten. Eine kurze Beschäftigung trifft dann zu, wenn die Arbeitszeit auf maximal 3 Monate oder 70 Arbeitstage pro Jahr beschränkt ist und das durchschnittliche Einkommen ebenfalls nicht 450 Euro pro Monat überschreitet.

Von der steuerrechtlichen Gleitzone spricht man dann, wenn ein Arbeitnehmer mehr als 450 Euro aber weniger als 850 Euro im Monat verdient. Hier kommen steuerrechtliche und versicherungstechnische Sonderregelungen zum Tragen.

Was bedeutet der Mindestlohn in der Praxis?

Werden einem Arbeitnehmer weniger als 8,50 Euro pro Stunde bezahlt, besteht die Pflicht für den Arbeitgeber, die versicherungsrechtliche Beurteilung untere Betrachtung des Gesetzes zur Regelung des Mindestlohns zu prüfen.

Wichtig ist für gewerbliche Arbeitgeber außerdem, dass sie nach § 17 des MiLoG dazu verpflichtet sind zeitnah, mindestens wöchentlich, detaillierte Stundenaufzeichnungen ihrer Minijobber zu führen. Für Arbeitgeber in Privathaushalten gilt diese Regelung nicht.  

Die Beachtung des Mindestlohns hat in der Praxis die Folge, dass in vielen Fällen die Arbeitszeit der Minijobber gekürzt werden muss, damit sie die 450-Euro-Grenze nicht überschreiten.

Liegt der Verdienst über der 450-Euro-Grenze, ist dies mit höheren Abgaben für den Arbeitnehmer verbunden, denn nur bis 450 Euro bleibt das Gehalt weitgehend abgabenfrei.

Gleitzone – Was es zu beachten gibt

Beträgt das Arbeitsentgelt mehr als 450 Euro aber weniger als 850 Euro befinden sich Arbeitnehmer in der sogenannten Gleitzone. Die von ihm zu leistenden Sozialversicherungsbeiträge steigen nun linear mit dem Einkommen an. Dabei beträgt die Spannweite der Zahlungen der Beiträge zwischen 15-20 Prozent. Arbeitsentgelt in der Gleitzone ist außerdem prinzipiell steuerpflichtig und richtet sich nach den individuellen Lohnsteuerabzugsmerkmalen. Fällig werden Lohnsteuer und ggf. Solidaritätszuschlag sowie Kirchensteuer.

Quelle: http://www.steuerberaterkammer-muenchen.de/pressedetails/items/mindestlohn-und-minijobs-worauf-arbeitnehmer-und-ihre-chefs-achten-sollten.html

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