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Steuern sparen im Haushalt – Wie der Fiskus dabei hilft

Wer hätte es gedacht – im Haushalt lässt sich, wenn man ein bisschen etwas beachtet, so einiges an Steuern sparen. Haushaltsnahe Anwendungen können zu Steuerermäßigungen in der Form von einer niedrigeren tariflichen Einkommensteuer führen.

Voraussetzung für diese Ermäßigung ist, dass die zu absetzenden Ausgaben weder unter Betriebsausgaben noch unter Werbungskosten fallen. Auch dürfen sie nicht als Sonderausgaben oder anderen außergewöhnlichen Belastungen bereits abgesetzt worden sein.

Was kann man im Haushalt von der Steuer absetzen?

Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sind mit 20 Prozent, höchstens 510 Euro pro Jahr, an die Einkommenssteuer anrechenbar. Auch haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Dienstleistungen, wie Pflege- und Betreuungsleistungen, können steuerlich abgesetzt werden. 20 Prozent, bis zu 4.000 Euro, können so steuermildernd geltend gemacht werden.

Auch Handwerkerleistungen können mit 20 Prozent, bis zu 1.200 Euro pro Jahr, steuerlich abgesetzt werden. Dabei wird sowohl die Arbeitszeit, als auch Fahr- und Maschinenkosten und die Umsatzsteuer berücksichtigt.

Steuerermäßigungen werden nicht auf öffentlich geförderte Maßnahmen gewährt, für die steuerfreie Zuschüsse oder zinsverbilligte Darlehen in Anspruch genommen werden können.

Um Ausgaben absetzen zu können, muss die Rechnung des Dienstleisters vorgelegt werden, einfache Quittungen reichen nicht.

Leistungen im Überblick

Das Bundesfinanzministerium hat, um einen besseren Überblick über die möglichen Steuerermäßigungen zu gewähren, ein Anwenderschreiben zu § 35a des Einkommensteuergesetzes veröffentlicht. Hier werden über 100 Maßnahmen aufgezeigt, die begünstigt werden oder nicht.

Handwerkerleistungen – Wann sind sie steuerlich absetzbar?

Leider gibt es trotz Regelungen immer wieder Uneinigkeiten darüber, was absetzbar ist und was nicht. So hat zum Beispiel der Bundesfinanzhof entschieden, dass eine vom Handwerker durchgeführte Überprüfung der Abwasserleitung auf Dichtigkeit steuerlich begünstigt werden kann. Genauso wie die Beseitigung bereits entstandener Schäden oder Maßnahmen zur Schadensvorbeugung. Mit diesem Urteil widerspricht der Bundesfinanzhof der früheren Auffassung des Finanzamts.

Dieses Urteil könnte möglicherweise auf andere, vergleichbare Aufwendungen angewendet werden, zum Beispiel auf Überprüfungen und Kontrollen durch Schornsteinfeger.

Betreuung von Tieren

Auch bei Tierbetreuungskosten gibt es, was die steuerliche Absetzbarkeit angeht, Ungereimtheiten. Das Finanzgericht Düsseldorf hat in einem Urteil vom 4. Februar 2015 (Az.: 15 K 1779/14 E) einer Auffassung der Finanzverwaltung widersprochen und Kosten für die Tierbetreuung als haushaltsnahe Dienstleistungen anerkannt.

Im konkreten Fall wollte die Klägerin die Kosten für die Betreuung ihrer Katze während ihrer Arbeitszeit steuerlich absetzen. Ihrer Klage wurde stattgegeben, weil, laut Meinung des Finanzgerichts, ein enger Bezug zwischen Hauswirtschaft und der Versorgung von Haustieren besteht. Katzen gehören zum Haushalt; regelmäßige Leistungen, die für deren Betreuung aufgewendet werden, sind folglich als steuerbegünstigte haushaltsnahe Tätigkeiten einzustufen.

Quelle: http://www.steuerberaterkammer-muenchen.de/pressedetails/items/der-fiskus-hilft-im-haushalt-wer-sich-auskennt-kann-steuern-sparen.html

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